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Deutsch-Unterricht

Seit fast einem Jahr wird fast täglich (außer eine der vielen ausschließlich ehrenamtlichen Lehrkräfte erkrankt) Deutschunterricht angeboten für die Flüchtlinge.

Sie lernen die ersten Worte  in einer für sie fremden Sprache.

Ich heiße... Ich wohne... Ich bin geboren... Ich komme aus...

 

so macht lernen Spaß!
Frau Hüttche beim Deutschunterrichtso macht lernen Spaß! Frau Hüttche beim DeutschunterrichtWer unterrichtet? Ehemalige Lehrerinnen, Sekretärinnen, eine Studentin - das Spektrum unserer Mitarbeiterinnen und auch MItarbeiter ist breit. Es wird Unterricht angeboten nach neuesten Lehrmethoden.

Koordiniert werden alle Unterrichtsstunden von Frau Ingrid Tichy aus der katholischen Pfarrgemeinde in der Waldstadt. 

 

Im Augenblick sind wir mit Deutschlehrern gut versorgt. Aber in anderen Einrichtungen werden Ehrenamtliche gesucht. Z.B. hier

 

Kleine Anekdoten gefällig?

Ein Schüler möchte wissen, was das Wort "KINAO" bedeutet.  "Alle Deutschen sagen ständig KINAO." Keiner der Lehrer kennt es. Der Unterricht geht weiter. Als die Schüler die Farben richtig aufgezählt haben sagt die Lehrerin erfreut: "Genau." Aufgeregt sagt der Schüler: "KINAO."

Fremder Akzent - fremdes Wort. Er suchte die Bedeutung des Wortes genau. "Totschno." Das ist ukrainisch und bedeutet genau!

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Oder einer der Flüchtlinge aus Syrien, der besonders intensiv deutsch lernt und daneben noch viel in der Kleiderkammer arbeitet, erklärt uns, dass viel "Scheiß" über sein Gesicht rinnt. Er meinte aber das Wort Schweiß. Praktischer Deutschunterricht.

Es wird viel gelacht bei uns.

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Ein Flüchtling, inzwischen in Lohn und Brot - schreibt seinen ersten Arbeitsbericht:

"Ich habe den ganzen Tag geschlafen."

Er hat geschliffen.

 

Angebote für Kinder

 Foto privat mit freundlicher Genehmigung der dargestellten Personen.Foto privat mit freundlicher Genehmigung der dargestellten Personen.

Ein fremdes Land - fremde Sprachen - da fließen schon manchmal die Tränen. Und Nerven liegen blank. Auch bei Müttern. Da kann so ein gespendetes Spielzeug schon mal die Tränen versiegen lassen.

Foto: privat

 

 

 Spielzeugspenden, die uns immer wieder auch erreichen, geben wir in unregelmäßigem Turnus an die Kinder aus. Ihre Spenden sind jedoch erfahrungsgemäß besser aufgehoben, wenn Sie sie den Gemeinschaftsunterkünften in den Landkreisen zukommen lassen, da die Kinder dort einen häuslichen Rahmen haben werden. Im Zelt gibt es keinerlei Aufbewahrungsmöglichkeit und Besitz führt leider auch zu Neid und Streit.

 

Hol- und Bringdienst zu den Sonntagsgottesdiensten

10 - 20 % der Geflüchteten sind Christen. Nach ihrer Flucht aus Syrien, dem Irak, Eritrea, Gambia, Togo, Kamerun, Mazedonien,  Pater Thomas, Seelsorgeeinheit St. RaphaelPater Thomas, Seelsorgeeinheit St. RaphaelAlbanien, Serbien und weiteren Ländern sind sie  nun in einem christlich geprägten Land angekommen. Hier droht ihnen keine Verfolgung mehr und hier gehören sie nicht mehr einer religiösen Minderheit an. Viele hegen ausdrücklich den Wunsch, an Sonntagen einen Gottesdienst zu besuchen. Die Gruppe ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer und der katholische Priester Pater Thomas Maier, die in diesem Projekt engagiert sind, kommen aus den Gemeinden in Rintheim, der Oststadt, der Waldstadt und Hagsfeld (Seelsorgeeinheit St. Raphael). Sie holen diejenigen unter den Flüchtlingen zu den Gottesdiensten ab, die dies ausdrücklich wünschen. Aber natürlich sind nicht nur Christen, sondern auch alle anderen, die zum Gottesdienst mitkommen wollen, wie z.B. Muslime und Jesiden, herzlich willkommen.